Mit Beginn des Krieges hatte das Familienunternehmen seine wichtigen Auslandsbesitzungen und große Teile der Reedereiflotte eingebüßt. Weiteres Vermögen wurde durch Erbteilungen abgezogen, so dass die Familie sich gezwungen sah, die Besitzungen in Blumenthal aufzugeben. 1916 wurde die Parkanlage zwischen dem Bremer Vulkan und der Bremer Wollkämmerei als mögliche Erweiterungsfläche für die jeweiligen Betriebe aufgeteilt. Auch gab es in den 70er Jahren schon konkrete Pläne, die Parkflächen für eine Wohnbebauung mit Hochhäusern zu nutzen; das Vorhaben scheiterte dann an den neu aufgekommenen Immissionsbestimmungen.


Die Anlagen sind in den folgenden Jahren dann kaum noch gepflegt und durchforstet worden. Dadurch waren viele Altbäume in sehr schlechtem Zustand und viele Wege so überwachsen, dass sie kaum noch wahrgenommen werden konnten. Darüber hinaus waren waren durch unsachgemäße Nutzung von Flächen und Gebäuden erhebliche Schäden entstanden.

Abriss des Schweizerhauses (1987)Nachdem die Villa Magdalena in den 70er Jahren dem Neubau des Verwaltungsgebäudes der Bremer Vulkanwerft weichen musste, folgte 1987 zur Empörung der Blumenthaler Bevölkerung der Abriss des Schweizerhauses.
Obwohl die örtliche Politik schon häufig den Wunsch geäußert hatte, einen Zugang zum Park und an die Weser für die Öffentlichkeit herzustellen, ist ein Erwerb der Parkanlage durch die Stadtgemeinde Bremen lange nicht zustande gekommen. In den 80er Jahren gab es im Zusammenhang mit dem Bau eines Schöpfwerks an der Blumenthaler Aue konkrete Versuche des Beirates Blumenthal, wenigstens eine Öffnung des Parks für die Allgemeinheit mit einem Zugang zur Weser zu erreichen. Obwohl sich der damalige Bausenator Meyer dafür einsetzte, scheiterte der Versuch an der Ablehnung durch die Bremer Wollkämmerei.


Situation nach dem Konkurs der Bremer Vulkan Werft


Nach dem Konkurs des Vulkan zeigte sich die Notwendigkeit, das künftige Gewerbegebiet an die Autobahn anzubinden und das gesamte Werftgelände neu zu ordnen, um hier ein modernes Gewerbegebiet zu entwickeln. Damit ergaben sich unerwartete neue Möglichkeiten zur Erhaltung des Parks.
Der Bau der Gewerbeerschließung am Rande des Parks verursachte einen Eingriff in Natur und Landschaft mit erheblichen Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und das Landschaftsbild, der in der Konsequenz zu Ausgleichsforderungen nach dem Naturschutzgesetz führte.
Durch die Lage der Trasse in einem Randbereich des Parks ging ein Teil des alten Baumbestandes verloren. Um nicht einen noch größeren Verlust an Altbäumen hinnehmen zu müssen, war man gezwungen, Gewerbeerschließung unmittelbar neben der Blumenthaler Aue zu führen, wobei jedoch ein wichtiges Amphibienbiotop teilweise verloren ging.
Neben dem Vegetationsverlust und der Beeinträchtigung von Lebensräumen für Amphibien, Vögel, Kleinsäuger und Fledermäuse stellte vor allem die Beeinträchtigung des Landschaftserlebens für den Menschen durch die Überbauung der Geestkante einen erheblichen Eingriff dar.